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Stellungnahme des BEA/BSB zum Haushalt 2022/23

BSB und BEA Friedrichshain-Kreuzberg haben sich in der Sitzung am 15.03.2022 mit dem Doppelhaushalt 22/23 beschäftigt.

Wir wissen um die Belastung von Schüler*innen, Pädagogen*innen und Eltern durch die Pandemie, aber auch die neue Herausforderung durch die Hilfesuchenden aus der Ukraine, darunter viele Schüler*innen die durch Putins Krieg gezeichnet sind.

Diese Herausforderungen müssen ihre Berücksichtigung finden und in den Haushalt 22/23 einfließen.

Wir fordern Sie als Verantwortliche auf, auf Mittelkürzungen von jährlich ca. 25.817 € bis auf 3000 € bei den Mitteln, die der Schule zur Eigenverwendung zur Verfügung gestellt werden, zu verzichten. Die den Schulen eigenverantwortlich zur Verfügung gestellten Mittel sollten sogar ausgeweitet werden. Letztlich weiß jede Schule am besten, welche Bedarfe es vor Ort gibt. Jede Schule muss in den Haushaltsentscheidungen Berücksichtigung finden.

Wir sind uns mit dem Landesschulbeirat Berlin einig, dass es u.a. gilt:

  • den Schulbau und damit ausreichend Schulplätze sicher zu finanzieren,
  • Inklusion auch finanziell wirklich zuzulassen,
  • ausreichend qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen in Unterricht, in der ergänzenden Betreuung und in der notwendigen Einzelbegleitung finanziell vorzuhalten,
  • Lern- und Lehrmittel vollumfänglich finanziell zur Verfügung zu stellen,
  • Willkommensklassen sicher auszufinanzieren,
  • Sprachbildung als ein Kernthema in allen Klassenstufen umzusetzen,
  • notwendige Fördermaßnahmen, die auch durch die Coronazeit entstanden sind, auf den Weg zu bringen und abzusichern,
  • die Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen für alle schulischen Bereiche so zu finanzieren, dass wirklich ausreichend junge Menschen diese vielen Bildungsberufe studieren können,
  • den steigenden Schüler*innenzahlen dabei Rechnung zu tragen!

Die für Schule und Bildung bereitgestellten Mittel müssen Schule erlauben, ihre Aufgaben auch tatsächlich zu erfüllen.

Da der Gesetzgeber einige Entscheidungen für den Bildungsbereich bindend vorgibt, z.B. Hygieneverordnungen, Schulgesetzänderungen, Haushalt für Bildung usw., erinnern wir an den Hinweis, dass es zwingend notwendig ist, dass die Gremien nach dem Schulgesetz in alle Entscheidungsprozesse, die Schule betreffen, einbezogen werden müssen.

Die Stellungnahme als PDF kann hier heruntergeladen werden.

Einladung zur Online-Diskursion des Bezirksschulbeirat Friedrichshain-Kreuzberg – „Wege und Lehren aus Corona“

Am 11. Januar 2022, 19 Uhr

Hier geht es zur Videokonferenz:

https://us02web.zoom.us/j/85669511918?pwd=ek5uRy9sdHNYcnM0eG5wRXhWQVhIZz09

Schnelleinwahl mobil +496950502596,,85669511918#,,,,*528498#

Meeting-ID: 856 6951 1918 Kenncode: 528498

Einwahl nach aktuellem Standort:

  • +49 695 050 2596 Deutschland
  • +49 69 7104 9922 Deutschland
  • +49 69 3807 9883 Deutschland
  • +49 69 3807 9884 Deutschland
  • +49 69 5050 0951 Deutschland
  • +49 69 5050 0952 Deutschland

Seit zwei Jahren prägt die Corona-Pandemie unser Leben. Die verordneten Schutzmaß- nahmen haben den schulischen Alltag nachhaltig geprägt. Wir, der Bezirksschulbeirat (BSB) Friedrichshain – Kreuzberg, hatten schon im Frühjahr 2021 zu einer öffentlichen Diskussion der Situation an den Schulen eingeladen.

Im BSB arbeiten Pädagog*innen, Schüler*innen und Eltern zusammen. Aus dieser Erfah- rung wissen wir um die gemeinsamen Fragen, aber auch die verschiedenen Perspektiven auf die aktuelle Situation an den Schulen. Gerade weil die Ansichten zu den Maßnahmen bei Eltern, Schüler*innen und Lehrern*innen sehr unterschiedlich sind, braucht es einen öffentlichen Raum, in dem wir miteinander reden können.

Als Expert*innen zur Debatte haben zugesagt:

  • Prof. Dr. Klaus Stöhr, Epidemiologie, Virologe und ehem. WHO-Sars-Forschungskoordinator und Leiter Pandemievorbereitung
  • Dr. Martin Terhardt, Kinder- und Jugendarzt, Mitglied der Stiko
  • Frau Kathrin Hannusch-Schmandt, Schulleiterin der Ellen-Key-ISS
  • Prof. Dr. Rainer Hanewinkel, Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung Nord

Wir laden Sie, alle Schulbeteiligten und Interessierten, daher erneut ein, um gemeinsam mit Expert*innen die offenen Fragen zur Schule unter Pandemiebedingungen zu diskutieren.

  •   Soll es bei höheren Inzidenzahlen wieder Schulschließungen geben?
  •   Soll der verpflichtende Präsenzunterricht aufgehoben oder auf jeden Fallbeibehalten werden?
  •   Sollen sich möglichst viele Kinder und Jugendliche impfen lassen?
  •   Und welche Rollen spielen Schulen überhaupt im Pandemiegeschehen?

Als Schüler*innen fragen wir: „Müssen wir weiter auf Einschulungsfeiern, Abibälle, Klassenfahrten, Schulfeste, Arbeitsgemeinschaften und Sport verzichten? Wer fragt uns, wann und wo, nach unseren Bedürfnissen? Als Pädagog*innen fragen wir: „Müssen wir mit unseren Schüler*innen ausschließlich die Curricularen Versäumnisse aufarbeiten oder hat die Pandemie uns nicht auch eine längst fällige Neuausrichtung hin zu einer moderneren Pädagogik in Schule gezeigt?Als Eltern fragen wir: „Wann können wir unser Familien- und Arbeitsleben endlich wieder verlässlich planen? Wann wird unseren Kindern endlich (wieder) ein erfüllendes, gut strukturiertes Bildungs- und Freizeitprogramm angeboten? Warum geht es auch in der Pandemie scheinbar immer nur um Noten? Wer kümmert sich um die Jugendlichen, die im langen zweiten Lockdown verloren gegangen sind bzw. die jetzt nicht mehr mitkommen? Bedeutet das Programm „Stark trotz Corona“ nur büffeln im Nachhilfeunterricht? Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Veranstaltung-BSB-FK@gmx.de